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Erinnerung eines Mädchens

 

von Annie Ernauxin einer Bearbeitung

von Riccarda Russo und Ben Denke

Premiere: 18. April 2026

COMEDIA Köln 

Im Alter von 76 Jahren schreibt Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux über ihre ersten sexuellen Erfahrungen in einem Ferienlager im Sommer 1958. In ständiger Auseinandersetzung mit der Unzuverlässigkeit der Erinnerung ringt sie mit der Sprache und der Wahrheit ihrer eigenen Geschichte. Wie tief hat sich diese Erfahrung in ihren Körper, ihr Gedächtnis und ihr Leben eingeschrieben? Basierend auf der Erzählung Ernaux‘ setzt „Erinnerung eines Mädchens“ sich mit weiblicher Sozialisation, Scham und Sprachlosigkeit auseinander und ist ein Plädoyer für das Wahrnehmen und Wahren der persönlichen Grenzen. Janine D’Aragona spielt im Wechsel sowohl die zurückblickende als auch die junge Annie. Das Stück macht das Politische im Persönlichen sichtbar. Ab 13 Jahren. Mit: Janine D'Aragona​​ Regie und Video: Riccarda Russo Bühne und Kostüme: Anna Armann Musik und Sounddesign: Matthias Schubert Dramaturgie: Ben Denke Theaterpädagogik: Yaël Koutouan Produktionsleitung: Michael Abrazzo Blattmann Sexualpädagogische Begleitung und Nachgespräche: drip Kollektiv​​​​ „Erinnerung eines Mädchens" ist für den Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2026 nominiert. Fotos: Nathan Dreessen

 

von Kessmann Taylor

Premiere: 13. November 2025

Junges Schauspiel Lübeck​

Empfänger unbekannt

Zwei Freunde, zwei Geschäftspartner, zwei Seelenverwandte. Eine enge, herzliche Verbindung, die auch über Kontinente hinweg durch Briefe aufrechterhalten wird – bis sich etwas verändert. In einem der beiden Länder greift politische Propaganda immer stärker um sich – und auch die Briefe werden davon durchdrungen. Der Ton wird rauer, fremder. Die einst so vertrauten Worte wirken kalt, sogar feindlich. Was ist passiert? Hat sich der einst beste Freund wirklich so sehr verändert? Oder versucht er, sich vor der Überwachung zu schützen? Ist es noch derselbe Mensch, oder zeigt er jetzt sein wahres Gesicht? In ihrer eindringlichen Erzählung Empfänger unbekannt erzählt die US-amerikanische Autorin Kressmann Taylor von einer Freundschaft, die durch politische Ideologien zerstört wird. Das Stück zeigt auf beklemmende Weise, wie radikale Haltungen in das Privateste eindringen – bis es um nicht weniger als Leben und Tod geht. „Empfänger unbekannt“ stellt zentrale Fragen, die heute aktueller denn je sind: Wie geht man damit um, wenn sich ein nahestehender Mensch durch politische Einflüsse verändert? Wie kann man reagieren, wenn jemand in Verschwörungstheorien, Fake News und Hetze abdriftet? Wie stark ist der Einfluss von Gesellschaft und Propaganda auf unser Denken und Handeln? Was kann ich tun, wenn ich merke, dass sich unsere Welt in eine gefährliche Richtung bewegt? Das Theaterstück bietet Jugendlichen einen emotionalen Zugang zu diesen Themen – jenseits von Zahlen, Fakten oder trockenen Diskussionen. Es sensibilisiert für Mechanismen von Radikalisierung und macht Mut zur Reflexion, zum Hinterfragen, zur Positionierung. Das Stück dauert ca. 50 Minuten. Im Anschluss führen wir theaterpädagogische Workshops, unser theaterpädagogisches Demokratie-Projekt durch, entwickelt von Anne Wittmiß, einer erfahrenen Theaterpädagogin und Kulturvermittlerin des Landes Schleswig-Holstein. Die Vor- und Nachbereitung kann flexibel in verschiedenen Modulen gebucht werden. Ab 15 Jahren. Mit: Michael Fuchs und Quintus Hummel Regie und Ausstattung: Riccarda Russo und Catrin Mosler Video/ Film: Riccarda Russo Musik: Martin Baumgartner Theaterpädagogik: Katja Leistert und Tobias Horstmann Theaterpädagogisches Demokratie-Projekt: Anne Wittmiß Technische Veranstaltungsleitung: Felix Zettier-Jindra „Empfänger unbekannt" wurde eingeladen zu KUSS – Theater sehen! Theater spielen!, der Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche in Marburg. Fotos: Junges Schauspiel Lübeck

Füße im Himmel 

von Michael Müller

​Premiere: 08. November 2024

monsun.theater Hamburg

„Worte kommen manchmal zurück. Worte aus meiner Vergangenheit. Gedanken an unwichtige Dinge… die plötzlich eine Bedeutung haben. Gefühle, die mich erneut berauschen und abstürzen lassen. Niemand kann sie zurückholen, niemand kann sie erklären. Es wird niemals noch einmal dasselbe gesagt werden. Niemand kann dasselbe nochmals tun. Niemals kann Papa an den Tag zurückkehren, wo er die Tür geschlossen hat und in den Krieg zog.” In einem Karussell aus Fragen und Gedanken, dreht sich Bo, bis die Welt verblasst, die Arme weit ausgebreitet, die Augen geschlossen, verliert er sich im Wirbel der Fantasie. Sich aufmachen in eine andere Welt, wo Sorgen und Ängste sanft verwehen. ​Bo ist allein. Papa ist nicht mehr da - er ist im Krieg verloren gegangen. Die Mutter ist geblieben, sie ist verzweifelt und beantwortet keine Fragen. Aber Bo hat so viele Fragen. Eines ist klar, er muss selbst die Antworten finden. Zuflucht findet er in Computerspielen. Hier baut er sich seine eigene Welt, kämpft gegen Riesengarnelen, bezwingt Drachen mit seinem virtuellen Freund Onno und lässt seiner Fantasie freien Lauf. Und dann ist da noch Hein, der ihm das Gitarre spielen beibringt, von seinen Reisen bis hin nach Indien und ihm von Buddha erzählt. So entfaltet sich seine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, in der er lernt, dass das Leben mehr ist als die Schatten der Vergangenheit. Ein Erwachen, ein Neuanfang, in dem er nicht nur der Junge ist, der verloren ging. Das Stück „Füße im Himmel“ von Michael Alexander Müller thematisiert die Traumata und emotionalen Belastungen, die Abwesenheit eines Elternteils auf Kinder haben. Es zeigt auf, wie Fantasie und Realität miteinander verschmelzen können, wenn die Grenzen des Verstehens verschwimmen. Eine berührende Geschichte über die Schwierigkeit, die Realität zu akzeptieren und die Notwendigkeit, sich auf die Gegenwart und Zukunft zu konzentrieren. ​Ab 10 Jahren. Mit: Quintus Hummel Regie und Video: Riccarda Russo Bühne, Kostüme und Video: Anna Armann Musik: Matthias Schubert Dramaturgie: Francoise Hüsges​ „Füße im Himmel" wurde eingeladen zum Mierscher Theater in Mersch, Luxemburg und gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Fotos: Steffen Barniak

Ein Prozent

von Riccarda Russo und Ensemble

Spielzeit 2023/24

Düsseldorfer Schauspielhaus/ Stadt:Kollektiv

Arme werden immer ärmer, Reiche immer reicher – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wer besitzt was und wer bestimmt darüber? Wie lässt es sich rechtfertigen, dass jedes Jahr Milliarden vererbt werden und trotzdem jedes fünfte Kind in Armut lebt? Wir stellen Fragen und Forderungen, wir machen Ungerechtigkeiten sichtbar. Das Publikum erwartet dann eine Live-Video-Performance, bei dem es selbst nicht ungefragt bleiben wird. Mit: Carolina Meyer Garcia, Eva Liauksminaite, Franziska Oertelt, Helena Böttcher, Michelle Faingold, Paula May, Tanem Akyar, Moustapha Said, Yasmine Sekkat Leitung: Riccarda Russo Regieassistenz: Despina Economou Dramaturgische Mitarbeit: Sarah Bilstein Kostüm Mitarbeit: Marion Avgeris Fotos: Düsseldorfer Schauspielhaus

Liebe Grüße ... oder Wohin das Leben fällt 

 

von Theo Fransz

​Premiere: 11. März 2023

Junges SchauSpielHaus Hamburg

 

Valentina ist zehn Jahre alt und versteht nicht, warum ihr Vater so überpräsent ist und ihr jeden Tag sagen muss, wie lieb er sie hat. Er hat ihr bisher wenig über sein Leben und seine Kindheit erzählt – und vor allem nichts über seine ewig abwesende Mutter. Als Opa Georg beginnt, immer verwirrter und vergesslicher zu werden, steht sein Umzug ins Pflegeheim bevor. Valentina und ihr Vater Juri versuchen, Ordnung in das räumliche und geistige Chaos von Opa Georg zu bringen. Bei den Aufenthalten in der Wohnung, in der Juri aufgewachsen ist, bahnen sich für Valentina magische Ereignisse an: Wer ist der zehnjährige Junge, der sich ebenfalls Juri nennt und behauptet, der erste Mensch im Weltraum gewesen zu sein? Wer ist dessen Mutter Tira, die angeblich beruflich alle Metropolen der Welt bereist hat – und hieß sie wirklich Tira? Und was ist das überhaupt für ein Name? Theo Fransz’ Stück, das 2020 den Deutschen Kindertheaterpreis gewonnen hat, erzählt von der intensiven Begegnung dreier Generationen, in der Familiengeheimnisse gelüftet und neu gedeutet werden und Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sich auf magische Art und Weise berühren. Ab 8 Jahren. Mit: Jara Bihler, Hermann Book, Severin Mauchle, Alicja Rosinski Regie und Video: Riccarda Russo Bühne und Kostüme: Karolina Wyderka Musik: Matthias Schubert Dramaturgie: Stanislava Jević „Liebe Grüße … oder Wohin das Leben fällt" wurde eingeladen zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen (2024). ​Hamburger Abendblatt „Liebe Grüße… Oder wohin das Leben fällt“ ist in der geradlinigen Regie von Riccarda Russo und dem herausragenden Spiel des Darsteller-Trios ein zutiefst berührender Theaterabend, der sich mit erstaunlicher Leichtigkeit über Generation hinwegsetzt.“​​ Hamburger Morgenpost „Liebe Grüße… Oder wohin das Leben fällt“ bringt raffiniert und gefühlvoll unsichtbare Bindungen und Brüche zum Vorschein, die drei Generationen verbinden und entzweien. […] der größte Anknüpfpunkt für das junge Publikum bleibt die Begegnung von Anna und ihrem kindlichen Vater. Das hat nämlich unübersehbare „Zurück in die Zukunft“-Vibes." Fotos: Sinje Hasheider (Bild 1) und Maris Eufinger

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